Debora Maurer

Islisberg, Switzerland

Worte haben Macht

Mein grösster Wunsch war es immer das ich ein junges Mami sein möchte und desshalb kam nach der Hochzeit schnell mein Wunsch nach Kindern.  Der Altersunterschied zwischen meinem Mann,Silvan und mir beträgt acht Jahren und so ging ich immer davon aus das er nicht noch länger warten wollte. So beschlossen wir, das ich die Pille absetze. Zwei Monate später war ich schon schwanger. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, das es Silvan viel zu schnell ging. Er rechnete nicht damit das ich so schnell schwanger werden würde. Dies äusserte er deutlich, als ich ihn fragte ob wir eine Spieluhr für da Baby kaufen gehen könnten mit den Worten " Du wirst das Kind nicht bekommen, es wird behindert sein". Natürlich war ich geschockt und verletzt von dieser Aussage. Im weiteren Gespräch und nach mehrmaligem nach hacken, teilte er mir dann mit das er noch nicht so weit wäre. Ich wusste nich was ich sagen sollte,schliesslich konnte ich es ja nicht mehr rückgängig machen. Zu diesem Zeitpunkt war ich in der 10. SSW.

Zwei Wochen später (12. SSW) hatten wir einen Frauenarzttermin. Bei diesem Termin werden die Organe genauer mit dem Ultraschall untersucht. Ich merkte sofort das die Frauenärztin verdächtig still war. Schliesslich brachte sie ein "etwas stimmt nicht" heraus. Sie müsse uns ins Spital schicken für eine genauere Untersuchung. Um einen Termin zu vereinbaren ging sie aus dem Zimmer. Ich weinte nur noch und konnte wollte nicht glauben was sie gerade gesagt hat. Schliesslich kam sie zurück und Silvan fragte sie was den nicht in Ordnung sein. Sie meinte sie sehe das dem Kind das Grosshirn fehle und ohne das könne es nicht leben. Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf. Hatte Silvan etwa eine Vorahnung? Für ihn käme es ja ganz gelegen, denn er wollte es ja nicht (dachte ich zumindest). Ich nahm mir vor stark zu sein und für dieses Kind zu kämpfen. Die Frauenärztin sprach von einer Abtreibung was ich aber sofort verneinte. Ich wollte es Gott überlassen und hoffte auf ein Wunder. So gingen wir aus der Praxis mit der ungewissheit was mit unserem Baby nicht stimmt. Erst am nächsten Tag konnten wir ins Spital fahren um genaueres zu erfahren.

Zuhause angekommen verkroch ich mich weined ins Bett. Ich wollte nichts mehr wissen/hören und fragte mich wieso das genau mir passieren würde. Ich hätte mich doch so auf dieses Kind gefreut. Silvan erledigte in der zwischenzeit die anstehenden Telefonate um die Familie zu informieren. Ich betete zu Gott das sich die Ärztin doch bitte geirrt haben muss und morgen alles wieder in Ordnung sein werde. Das gegenseitige Schuld zu schieben ging los und wir versuchten Antworten zu finden.

Am nächsten Tag im Spital wurde uns mitgeteilt das sich die Ärztin leider nicht geiirt hatte. Leonie (den Namen hatte ich schon vorher, er bedeuted Löwin und wie wir später von einer weiteren Untersuchung erfahren haben war es ein Mädchen) hatte zwei Zysten am Hals, kein Grosshirn, mit dem Herz stimmt was nicht und die Nabelschnur war nicht richtig am Bauch angewachsen. Sie hatte Trisomie 13 was auch durch eine Chorionzottenbiopsie belegt werden konnte. Wieder riet man mir zur Abtreibung, da sie nicht überleben würde. Dies kam für mich niemals in frage. Meine Mutter kam ins Spital um mich zu Unterstützen. Ich bin und war Gott sehr dankbar das er mich in diesem schweren moment nicht alleine gelassen hat, den mein Mann war der starke und er konnte mir nicht mitteilen wie es ihm ging.

In der zwischenzeit haben alle möglichen Freunde und Bekannte für unser Baby gebeted. Von den Schwiegereltern bekamen wir gesagt das wir Leonie gesund in den Armen halten würden. Ich konnte das nicht annehmen, da ich mich schützen wollte vor Enttäuschung. Ich hatte immer die Einstellung das ich es so nehmen würde wie es Gott möchte. Entweder er schenkt sie mir oder er nimmt sie wieder zu sich aber ich werde es so tragen wie er es vorgesehen hat. 

Wir gingen jede Woche zur Frauenärztin um zu sehen wie es Leonie geht. 3 mal durften wir sie noch auf dem Ultraschall bewegen sehen und die Ärztin meinte die kleine sei am kämpfen es gehe ihr gut bei mir. In der 16. SSW stand wieder ein Termin an. Meine Mutter war per "Zufall" in der Gegend und fragte mich ob sie zur Untersuchung mitkommen könnte. Ich hatte schon eine Vorahnung und wusste das sie nicht mehr leben würde. So war es dann auch. Da Leonie seit der 12. SSW nicht mehr gewachsen ist, konnte ich eine Ausschabung machen und musste sie nicht Tot zur Welt bringen.

In all den schwierigen Momenten: die Nächte von den Tagen als wir erfahren haben das sie nicht gesund ist, sie gestorben ist und ich im Spital war, war mein Mann nicht bei mir. Er musste arbeiten. Ich fühlte mich sehr alleine mit meinen Ängsten und Gedanken. Aber Gott war immer bei mir und er hat mich nie alleine gelassen. Er hat mir immer jemand zur Seite gestellt.

Mein Lebensmotto ist: "Ich vermag alles, durch den der mich stark macht"  Philipper 4, 13

Wir konnten in mehreren Gesprächen das erlebte aufarbeiten. Heute haben wir zwei gesunde Kinder und sind Gott sehr dankbar dafür! Ich freue mich auf meine Tochter im Himmel!!!

Hast auch du eine ändliche Geschichte? Würde mich freuen von dir zu hören!

 

— Read more —
Contact me Learn more about Jesus

Similar stories