Thorsten Schmidt

Gummersbach, Germany

Gott echt kennenlernen

Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Glaube gehörte zu meinem Alltag dazu. Nach meiner Schulzeit bin ich dann zum Zivildienst auf die Insel Spiekeroog gezogen. Fern von der Heimat und dem Leben in einer christlichen Familie, dem Jugendkreis und der Gemeinde begann ich mein Leben zu hinterfragen.

Irgendwie kam mir der Glaube so unwirklich vor. So lebensfremd und Gott erschien mir zu dem Punkt eher wie eine Einbildung. Alle guten Erfahrungen stufte ich als Zufall ab und fand jede Menge Erklärungen für gute Erlebnisse mit Gott.

Um mich herum waren viele Menschen, die scheinbar ohne Gott gut klarkamen. Sie lebten ohne Regeln und den zwanghaften Versuchen Bibel zu lesen und zu beten. Den Glauben empfand ich damals wie eine Belastung und einen Zwang. Darum legte ich meinen Glauben ab, wie meine Kleidung. Ich wollte frei und unbeschwert leben.

Von nun an lebte ich das Leben in vollen Zügen. Alkohol, kurze Nächte, wilde Partys und ein freizügiger Umgang bestimmten mein Leben. Ich begann zu rauchen und mein Leben strahlte nach außen eine unglaubliche Lebensfreude und Unbeschwertheit aus.

Innerlich passierte aber genau das Gegenteil. Mir fehlte Halt, Sicherheit und die Nähe Gottes. Mein Leben hatte kein Fundament, keine Beständigkeit und kein Ziel. Ich schaute oft raus auf den Wellengang des Meeres und fühlte mich wie ein kleines Boot, das hilflos den Wellen ausgeliefert ist. Ich wurde depressiv und mein Leben driftete in die Sinnlosigkeit. Ich suchte nach dem Kick im Leben. Doch jeder Versuch hier einen neuen Sinn zu geben wurde zu einem vernichtenden Rückschlag.

Zum Weihnachtsfest spitzte sich alles zu. Beim Heimaturlaub ging es wie gewohnt in die Kirche, obwohl ich mich mit Händen und Füßen dagegen wehrte. Inmitten der selig lächelnden, festlich angezogenen Besucher in feierlicher Stimmung, fühlte ich mich allein und ungeliebt. Ich beobachtete die Menschen um mich herum. Sie waren mit Gott in Verbindung und feierten sein Kommen in diese Welt. Doch in mir war nur noch Leere, Finsternis und Traurigkeit.

Nach Weihnachten gestand ich es mir ein. Ein Leben ohne Gott ist sinnlos und leer. Ich hatte Sehnsucht nach dieser echten Beziehung zu ihm. Also kniete ich in meinem Zimmer nieder, gestand Gott meinen Fehler, weinte hemmungslos und bat Gott, dass er sich mir neu zeigen sollte. Ich wollte zu ihm gehören und mit ihm leben.

Gott zeigte sich mir. Ich las in der Bibel und verstand ihn plötzlich. Er sprach im Gebet zu mir. Menschen begegneten mir und erzählten von ihren Erfahrungen mit Gott. Ein tiefer Friede kam über mich. Richtig glücklich wurde ich, als ich von meinen neuen Gotteserfahrungen erzählte. Es machte mich so unendlich glücklich, mein Leben hatte wieder einen Sinn.

Aus dieser neu gefundenen Freude am Glauben entschied ich: Ich kann definitiv nicht ohne Gott. Aber ich kann ganz mit Gott. So begann ich ein Studium als Religionslehrer und bin inzwischen Prediger und Seminarleiter. Es erfüllt mich bis heute mit tiefer Freude Menschen von Gott zu erzählen und sie zu einem Leben mit ihm einzuladen.

Ich habe erkannt, dass meine Beziehung zu Gott vor dem Erlebnis nicht echt und lebendig war. Ich habe von Gott nicht wirklich etwas erwartet. Heute weiß ich er hat die Antworten auf meine Lebensfragen, dem woher, wohin und womit.

Wenn es dir so geht, wie mir am Anfang der Geschichte, dann möchte ich dir Mut machen: Fordere Gott heraus sich dir zu zeigen. Lies erwartungsvoll in der Bibel. Sprich mit Gott, der diese Welt und dich geschaffen hat – weil er Sehnsucht nach deiner Nähe hatte. Du kannst dir sicher sein, dass Gott diese Erwartungen erfüllt und übertrifft.

Wenn du Fragen zu meinen Erlebnissen hast, dann kannst du dich gerne bei mir melden!

 

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