Daniel Gubler

Schaffhausen, Switzerland

Gott verändert Leben!

Der Anfang

Aufgewachsen in meiner lokalen Landeskirche durchlief ich damals das „normale“ Prozedere bis hin zur Konfirmation. Klar, ich hörte von Gott und die vielen biblischen Geschichten, aber wirklich viel sagte mir das zu jenem Zeitpunkt nicht. Vielmehr lebte ich mein eigenes Leben. In der Pubertät und in der Zeit vom Erwachsenenwerden hatte ich ernsthafte Probleme.

 

Orientierungslos

Ohne ein wirkliches Ziel lief ich fast schon orientierungslos durch die Welt. Nachdem ich die Kantonsschule abgebrochen hatte und keine Stelle in Aussicht war, begann sich der Teufelskreis so richtig zu drehen. Kiffen und Alkohol, Party und Ausgang, alles bis zum Exzess. Ich kannte keine Grenzen. Mit Kollegen feierte ich zum Teil tagelang durch ohne gross zu schlafen. Mein Körper zerfiel innerlich. Streitereien und der daraus resultierende Druck meiner Eltern zwangen mich schliesslich in die Rekrutenschule zu gehen. Zehn Monate Durchdiener sollten mich schlussendlich auf den Weg bringen?

 

Alle, die jetzt ein „Ja“ erwarten, liegen nicht einmal so falsch. Denn es war und ist noch heute der Anfang meiner Geschichte mit Gott. Logisch, jeder, der die RS besucht hat, weiss, dass die Zeit nicht einfach ist, und gerade für jemanden wie mich, Rebell gegen jegliche Strukturen, war es umso härter, mich unterzuordnen. Starker und regelmässiger Alkoholkonsum, Rauchersucht, am Wochenende der Ausgang mit den Kollegen, all das prägte weiterhin mein Leben. Die Dienstzeit verflog dadurch dennoch irgendwie wie im Wind. Nach der RS kam Australien. Meine Zeit, mich wiederzufinden, so dachte ich.

 

Fragen des Lebens…

Schon in der RS hatte ich eine Gideon-Bibel erhalten, in welcher ich damals ab und zu blätterte. Dies ging auch in Australien weiter. Fragen wie „Wieso bin ich hier?“, „Was hat mein Leben für einen Sinn?“, „Wer bin ich?“ drängten mich an den Rand der Verzweiflung und beinahe in den Tod. Ich hatte mein Leben nicht im Griff und war stark depressiv. In Australien wollte ich nach Antworten suchen. Ich geriet in eine christliche Gastfamilie, was mir dort nur im Unterbewusstsein hängen blieb. Aber diese Liebe zueinander, diese Gemeinschaft, hatten schon etwas Spezielles, und fehlten mir.

 

Ich fand mich natürlich nicht wieder in Australien. Meine Ausbildung zum Kaufmann begann. Mein Ziel: Abschluss mit mindestens der Note 5,3 und somit in die Notenränge. Ich hatte die Gabe, mir immer sehr hohe Ziele zu stecken, und diese dann nicht zu erreichen, was wieder zu einem Teufelskreis führte. Doch diesmal wollte ich es allen zeigen. Obwohl ich mein Leben nicht gross änderte, immer noch starke Trinksucht hatte, begann ich in der lokalen Landeskirche einen Dienst in der Band. Meine Motivation war aber nicht in erster Linie, Gott zu dienen, sondern der Pfarrerin und ihrem Mann unter die Arme zu greifen. Ich hinterfragte meine Fehlhaltung lange nicht. Im letzten Lehrjahr jedoch, die Weichen waren gestellt, mein Ziel zu erreichen, bekam ich panische Angst vor dem Scheitern. Ich begann, obwohl ich immer noch jeden Tag 1 – 2 Liter Bier auf dem längeren Rückweg trank, die Evangelien von vorne bis hinten zu lesen, dann die Psalmen, und dann noch einmal die Evangelien, und so weiter. Und plötzlich fand ich Antworten auf meine Fragen…

 

…und ihre Antworten

 

„Wieso bin ich hier?“

Psalm 139, 13: „Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoss meiner Mutter.“

 

Gott hat mich geschaffen, er wollte mich, genauso wie ich bin, einzigartig und gut!

 

„Was hat mein Leben für einen Sinn?“

Johannes 3, 16: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.“

Matthäus 22, 37: „Jesus antwortete: Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand!“

 

Gott schenkt mir das ewige Leben, wenn ich mein Leben ihm ganz hingebe und ihm diene von ganzem Herzen und mit allem was ich habe! Er will, dass ich eine tiefe Beziehung zu ihm habe.

 

Matthäus 5, 14: „Ihr seid das Licht der Welt.“

 

Aus dieser tiefen Beziehung will Gott, dass ich ein Licht für andere Menschen bin, ihnen meine Geschichte mit Gott erzähle.

 

„Wer bin ich?“

Johannes 1, 12: „Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“

 

Ich bin ein Kind Gottes, wenn ich das Geschenk der Gnade annehme und mein Leben nach ihm ausrichte!

 

Gottes Gnade

Wow, dachte ich! Das will ich unbedingt, ewiges Leben und ein Kind Gottes sein, und alle meine Sünden am Kreuz lassen! Alle meine Verfehlungen ablegen und meinem Leben Struktur und Sinn geben. Da mich aber niemand begleitete auf diesem Weg und ich keine Ahnung hatte, wie das geht, war die Umkehr relativ schwierig. Klar, ich las die Bibel, ich betete viel, aber einen Halt und die nötige Unterstützung darin gab mir niemand, die Gemeinschaft fehlte. Ich hatte niemanden um mich im Glauben auszutauschen. Immer noch hatte ich viele Hochs und Tiefs. Viele Verletzungen, die ich verursachte, Leute, die ich enttäuschte. In dieser Phase wäre das Scheitern mein Todesurteil gewesen. Doch Gott meinte es gut mit mir, ich holte mein Potential ab und er schenkte mir an der Lehrabschlussfeier eine 5,4! Mein erstes grosses Ziel war erreicht!

 

Gottes Gnade ist so gross, und als er mein Herz und mein Vorhaben sah, schenkte er mir eine tolle Freundin. Durch sie bekam ich erstens Halt und Liebe. Sie nahm mich mit in eine neue Gemeinde und ich lernte die Gemeinschaft und Liebe Gottes so richtig kennen, und die Folge war, dass ich mein Leben radikal zu ändern begann. Weiter machte es für mich Sinn und war mir logisch, wenn ich weiter trinke, ehrt Gott das nicht. Ich legte die Alkoholsucht und das Kiffen ans Kreuz und Gott vergab mir! Ich kann heute ein Licht sein unter meinen Freunden, die sich oft fragen, wieso und warum ich mich radikal geändert habe. Auch das Rauchen besiegte ich dank Gott vom einen auf den anderen Tag. Und nicht zuletzt lernte ich mich selber zu lieben und meinen Selbsthass abzulegen!

 

(Matthäus 19, 19: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. – Dies hat mir sehr geholfen, denn Gott liebt mich genauso wie alle anderen Menschen, doch wenn ich mich nicht liebe, wie soll ich das dann in meinem Umfeld erkennen?)

 

Die umkehr

Es dauerte aber doch noch ein Jahr bis zur endgültigen Veränderung. Ich hinterfrage Gott immer wieder, gerade weil meine Mutter eine schwere Krankengeschichte mit sich trägt, die auch mich nicht kalt lässt. Im Intensiv Camp im Herbst 2012, es war am letzten Abend zum Thema „Gottes Kraft erleben“, spürte ich nichts, aber auch gar nichts. Ich fragte mich, was denn hier nun los sei. Gottes Kraft erleben und ich spüre nichts?? Wo ist nun dieser Gott? Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich besprach mich mit meiner Freundin und erzählte ihr von meiner tiefen Enttäuschung. Normalerweise würde ich mich in so einer Situation zurückziehen und es mit mir selbst austragen, doch eine Stimme sagte mir, geh auf deine Brüder und Schwester im Gebetskreis zu und lege es ihnen hin, was ich dann auch tat. Und dann kam Gottes Kraft! Ich brach zusammen und spürte Gottes Liebe und Vergebung für all meine Sünden zum ersten Mal so richtig. Alle beteten für mich und ich brach in Tränen aus. Ich bat Gott um Vergebung für alle Anschuldigungen und Zweifel und er hat mir vergeben. Ich spürte, wie er mein Herz erneuert hat! Eine tiefe, innere Zufriedenheit und Ruhe trat ein.

 

neues ungeteiltes herz

Genau das war es, was mich all die Jahre blockiert hatte. Ich hatte mein Leben nie richtig übergeben und immer noch ein steinernes Herz in mir! Doch an diesem Abend spürte ich Gottes Gnade und Treue zu mir und wie sehr er mich liebt. Nie mehr will ich mein Leben ohne ihn leben oder ihn hinterfragen, denn sein Handeln und Denken übersteigt all unsere Vorstellungskraft.

 

Ich bin Gott so dankbar für diese Veränderung und will ihm mit meinem Leben dienen und ihm alle Ehre geben!

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